Donnerstag, 12. September 2019

Tödlicher Verkehrsunfall - Freispruch

Fischlaken: Auf der Hammerstraße, nicht weit von der B 224 entfernt, steht ein großes Verkehrsschild. Darauf steht: „Hier lauert der Tod“. Ein Motorradfahrer in Schräglage ist darauf zu sehen. Es wurde vor vielen Jahren aufgestellt, als es auf dieser Strecke, auf dem Weg zum Motorradtreffpunkt „Haus Scheppen“ am Baldeneysee, einige tödliche Verkehrsunfälle passierten. Der Tod lauert dann doch eher auf der B 224. So wie im November 2018, als ein Fußgänger (79)  von einem Motorrad bei Dunkelheit angefahren und schwer verletzt wurde.
An dieser Stelle geschah das Unglück

Zwei Tage später starb der 79-Jährige. Schon damals vermutete die Polizei, dass der junge Biker (21) auf seiner 100er-Kawasaki den älteren Herrn, der die Straße überqueren wollte,  kaum sehen konnte. Jetzt stand der Motorradfahrer vor dem Amtsgericht. Der Vorwurf: fahrlässige Tötung. Der 21-Jährige wurde frei gesprochen, berichten heute WAZ und NRZ.  Ein Autofahrer sagte als Zeuge für den Angeklagten aus: „Der Fußgänger war komplett  unsichtbar.“ Die Richterin sprach den Angeklagten, der selbst nach dem Unglück in psychologischer Behandlung war,  im vollen Umfang von jeglicher Schuld frei. Es bleibt ein tragisches Unglück und sollte Mahnung für alle Fußgänger sein, gerade für die älteren. Zur dunklen Jahreszeit sollten sie helle, besser noch reflektierende, Kleidung tragen. Manchmal sind ältere Menschen jedoch ein bisschen starrsinnig. Ich erinnere mich an einen Senior am Rande  einer Präventionsveranstaltung der Polizei mit der NRZ: „Helle Kleidung brauche ich nicht. Ich habe den Krieg überlebt und werde auch den Verkehr überleben.“ Das Unglück im November 2018 kann diese gewagte These widerlegen. (uk)

Fast in Sichtweise zur B 224 steht dieses Schild

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